Schutz

Je weniger Menschen gleichzeitig krank sind, umso besser können Ärzte helfen und umso weniger Menschen müssen sterben. Deshalb ist Schutz überlebenswichtig.

Geschützt werden muss vor einer schnellen Verbreitung der Krankheit. Wer sich selbst schützt, schützt damit auch die anderen.

 

Alle erforderlichen Maßnahmen und Hintergründe werden hier beschrieben:

 

Wie kann ich mich schützen?

Mindestens 1,5 Meter

Abstand halten

Mindestens 30 Sekunden

Händewaschen

Händewaschen und Abstand halten sind einfache, aber hochwirksame Schutzmaßnahmen. Beim Händewaschen werden Viren durch Seife, Reibung und Wasser direkt von der Haut gelöst oder zusammen mit Hautschuppen abgespült.

 

Gründliches Händewaschen dauert mindestens 30 Sekunden. Dabei die Hände unter fließendem, lauwarmem Wasser anfeuchten. Seife verwenden und die Hände damit gründlich einseifen – um jeden Finger herum, die Fingerkuppen über die jeweils andere eingeseifte Handinnenseite reiben, damit die Seife überall verteilt wird – auch unter den Fingernägeln. Etwa 20 Sekunden reiben und einwirken lassen. Dann die Seife gründlich abspülen und die Hände abtrocknen. Nach Möglichkeit sollten Sie flüssige Seife und Einmal-Handtücher verwenden. Übrigens: Heißes Wasser ist unnötig, es bietet keinen Vorteil und schadet der Haut.

 

Ab einem Abstand von 1,5 Meter zwischen zwei Menschen ist die Ansteckungsgefahr sehr gering. Denn Tröpfchen, in denen sich Viren befinden, fallen vorher zu Boden oder kommen nicht mehr in Kopfhöhe (das neue Corona-Virus wird über Nase oder Rachen in den Körper aufgenommen).

Weitere Fragen zum Thema Schutz

Was bedeutet Quarantäne?


Quarantäne bedeutet, dass man die eigene Wohnung nicht mehr verlässt. Wenn man mit jemandem zusammen war, bei dem in den letzten 2 Wochen das Virus nachgewiesen wurde, ist eine Quarantäne erforderlich. Dies betrifft gleichzeitig auch alle Bewohner der gemeinsamen Wohnung. Die Quarantäne dauert 14 Tage. Die notwendige Versorgung muss dann telefonisch über Dienstleister, Bekannte oder Verwandte sichergestellt werden. Weitere Informationen siehe unter Zuhause.




Wie soll ich mit erkrankten Mitbewohnern umgehen?


Wenn ein Arzt die Verdachtsdiagnose auf eine COVID-19-Erkankung bei einem Mitbewohner gestellt hat, sollte die betreffende Person in einem Einzelzimmer verbleiben. Idealerweise wird dann die Versorgung nur durch eine weitere Person übernommen. In diesem Fall sollten Einmalhandschuhe und Mundschutz schon beim Betreten des Zimmers getragen werden. Unmittelbar nach Versorgung des Erkrankten wird der Mundschutz mit den Handschuhen entsorgt. Die Hände werden abschließend desinfiziert. Sollte die Apotheke kein Desinfektionsmittel bereitstellen können, muss ganz besonders auf gutes Händewaschen geachtet werden. Detaillierte Empfehlungen und Tipps sind in der offiziellen Leitlinie festgehalten (siehe dazu: https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/053-054.html).




Wie sollte ich mich auf der Arbeit verhalten?


Von zuhause zu arbeiten ist die beste Möglichkeit sich und seine Arbeitskollegen zu schützen. Sollte dies nicht möglich sein, muss der Betrieb dafür sorgen, dass die Abstandsregel eingehalten werden kann und die Hinweise zum Händewaschen beachtet werden. Hier ist es insbesondere erforderlich, dass Flüssigseife benutzt wird und Einmalhandtücher vorhanden sind.

Sozialräume dürfen nur betreten werden, wenn die Abstandsregel eingehalten werden kann. Der Betrieb sollte ansonsten Regeln zur Nutzung von Aufenthaltsräumen aufstellen.





Hilfsmittel

Mundschutz

Wenn der erforderliche Abstand von 1,5 Meter eingehalten wird, bietet ein Mundschutz im normalen Alltag keinen zusätzlichen Schutz. Im besonderen Fall, wie z.B. bei der Versorgung Erkrankter, kann der Sicherheitsabstand oft nicht eingehalten werden. Hier wird der Mundschutz dringend benötigt. Aus diesen Gründen sollte mit Mundschutz sparsam umgegangen werden. 

Ab einem Abstand von 1,5 Meter zwischen zwei Menschen ist die Ansteckungsgefahr sehr gering. Denn Tröpfchen, in denen sich Viren befinden, fallen vorher zu Boden oder kommen nicht mehr in Kopfhöhe (das neue Corona-Virus wird über Nase oder Rachen in den Körper aufgenommen).

Desinfektion

Die Desinfektion ist in der Medizin unerlässlich. Zuhause ist sie nicht erforderlich. Hier reicht Putzen und Waschen aus. Eine Ausnahme stellen die besonderen Anforderungen bei der Versorgung von Erkrankten dar (siehe oben).

Handschuhe

Das Tragen von Einmalhandschuhen ersetzt nicht das Händewaschen.

Einmalhandschuhe sind grundsätzlich nur dafür gedacht, eine kurze Tätigkeit auszuführen. Dabei ist es wichtig, die Handschuhe unmittelbar danach mit einem kontrollierten Handgriff auszuziehen und sich sofort danach die Hände zu waschen. In der Ausbildung von Pflegekräften werden diese eigens zum Umgang mit Handschuhen geschult, da man dabei viel falsch machen kann. Anderenfalls stellen Handschuhe nämlich ein Risiko dar, weil Krankheitserreger sehr gut daran haften.

Schutzmasken aus eigener Herstellung

Ein selbst angefertigter Mund-Nasen-Schutz kann nach Ansicht von Fachleuten einen gewissen Schutz vor der Übertragung des Corona-Virus bieten. Dies gilt vor allem dann, wenn jemand ohne es zu wissen selbst angesteckt ist, also das Virus in sich trägt. In einem solchen Fall kann die Übertragung auf die Mitmenschen zumindest etwas abgeschwächt werden. Eine Schutzwirkung wie bei medizinischen Masken wird nicht erzielt.


Beim Tragen von wiederverwendbarem Mund-Nasen-Schutz aus Stoff ist es unbedingt erforderlich, dass man trotzdem sämtliche empfohlenen Schutzmaßnahmen immer sorgfältig anwendet (Abstand 1,5 Meter, Händehygiene, nicht ins Gesicht fassen). Außerdem ist darauf zu achten, dass der Schutz an allen Seiten gut abschließt. Stoffmasken müssen nach der Verwendung gewaschen werden (ideal: Kochwäsche).

© ZIES Gesellschaft für Gesundheitsprävention mbH

Stand: 15. August 2020