Impfung

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Vorbemerkung

Bei einem der Impfstoffe (AstraZeneca) kam es zu Zwischenfällen, deren Ursache aktuell untersucht wird.

 

Deshalb wurde in Deutschland und einigen anderen Ländern die Verwendung dieses Vakzins unterbrochen.

 

Trotzdem soll dieser Wirkstoff in die Ausführungen einbezogen werden.

1. Die Impfstoffe

 

Seit einigen Monaten stehen Impfstoffe (sogenannte Vakzine) verschiedener Hersteller (Biontech, Moderna, AstraZeneca, Johnson & Johnson) gegen das Corona-Virus zur Verfügung, und man kann erwarten, dass weitere eine Zulassung erhalten werden. Um ihre volle Wirkung zu entfalten, werden sie in zwei Dosen verabreicht, zwischen denen mehrere Wochen liegen. Eine Ausnahme bildet das Vakzin von Johnson & Johnson. Dieses Präparat, das seit März 2021 zugelassen ist, muss nur einmal gegeben werden. 


Nach den bisher vorliegenden Untersuchungen zeigen alle diese Substanzen eine hohe Wirksamkeit. Zwei der Stoffe (Biontech und Moderna) basieren auf dem sogenannten mRNA-Prinzip, die beiden anderen (AstraZeneca und Johnson & Johnson) auf dem Einsatz sogenannter Adenoviren.


Eine aktuelle Untersuchung aus Schottland an mehr als fünf Millionen mit den Wirkstoffen von mit Biontech bzw. AstraZeneca Geimpften konnte zeigen, dass bereits nach der ersten Impfung der Anteil der schweren Erkrankungen, die einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machen, drastisch gesenkt werden konnte (Pfizer: 85%, AstraZeneca 94%) [1]. Damit erfüllen sie ein vorrangiges Ziel der Impfung, nämlich schwere Krankheitsverläufe so weit wie möglich einzudämmen, vor tödlichen Verläufen zu schützen und die Krankenhäuser und deren Beschäftigte zu entlasten. 


Neuere Erhebungen aus Großbritannien wiesen außerdem nach, dass der Impfstoff von AstraZeneca nicht nur bei jüngeren, sondern auch bei älteren Patienten (ab 70 Jahren) wirksam ist [2,3].

Quellen:


1 Vasileiou E et al. Effectiveness of first dose of COVID-19 vaccines against hospital admissions in Scotland: national prospective cohort study of 5.4 million people. The Lancet. Preprint 19 Feb 2021

2 Ramasamy MN, Minassian AM, Ewer KJ, Flaxman AL, Folegatti PM, Owens DR, Voysey M, Aley PK, Angus B, Babbage G, Belij-Rammerstorfer S, Berry L, Bibi S, Bittaye M, Cathie K, Chappell H, Charlton S, Cicconi P, Clutterbuck EA, Colin-Jones R, Dold C, Emary KRW, Fedosyuk S, Fuskova M, Gbesemete D, Green C, Hallis B, Hou MM, Jenkin D, Joe CCD, Kelly EJ, Kerridge S, Lawrie AM, Lelliott A, Lwin MN, Makinson R, Marchevsky NG, Mujadidi Y, Munro APS, Pacurar M, Plested E, Rand J, Rawlinson T, Rhead S, Robinson H, Ritchie AJ, Ross-Russell AL, Saich S, Singh N, Smith CC, Snape MD, Song R, Tarrant R, Themistocleous Y, Thomas KM, Villafana TL, Warren SC, Watson MEE, Douglas AD, Hill AVS, Lambe T, Gilbert SC, Faust SN, Pollard AJ; Oxford COVID Vaccine Trial Group. Safety and immunogenicity of ChAdOx1 nCoV-19 vaccine administered in a prime-boost regimen in young and old adults (COV002): a single-blind, randomised, controlled, phase 2/3 trial. Lancet. 2021 Dec 19;396(10267):1979-1993. doi: 10.1016/S0140-6736(20)32466-1.

3 Jamie Lopez Bernal, Nick Andrews, Charlotte Gower, Julia Stowe, Chris Robertson, Elise Tessier, Ruth Simmons, Simon Cottrell, Richard Roberts, Mark O’Doherty, Kevin Brown, Claire Cameron, Diane Stockton, Jim McMenamin, Mary Ramsay. Early effectiveness of COVID-19 vaccination with BNT162b2 mRNA vaccine and ChAdOx1 adenovirus vector vaccine on symptomatic disease, hospitalisations and mortality in older adults in England. medRxiv 2021.03.01.21252652; doi: https://doi.org/10.1101/2021.03.01.21252652





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Zu unseren Quellen:

Viele der im Folgenden beschriebenen Sachverhalte gehen aus neuesten Untersuchungen hervor. Die betreffenden Forschungsergebnisse sind als sogenannte Vorveröffentlichungen („Preprints“) publiziert, die noch nicht von Fachkollegen auf ihre Plausibilität und wissenschaftliche Qualität geprüft worden sind. Dies liegt daran, dass wegen des schnell voranschreitenden Pandemiegeschehens die nötige Zeit dafür nicht zur Verfügung steht. Vorrang hat ausnahmsweise die schnelle Verfügbarkeit von Untersuchungsergebnissen, um diese rasch gegen die Pandemie einsetzen zu können. Gleichwohl kann man auf die Verlässlichkeit der Informationen vertrauen. 

2. Wie wirkt die Impfung?

Die Impfung wirkt auf unser Immunsystem, also die körpereigene Abwehr, die für die Bekämpfung von Ansteckungen aller Art zuständig ist. Dabei werden Bestandteile des Corona-Virus im Körper des Geimpften hergestellt und lösen dort eine Immunantwort gegen SARS-CoV-2 aus.


Im Zuge dieser Immunreaktion werden Abwehrstoffe, die sogenannten Antikörper, gegen das Virus hergestellt. Außerdem werden spezielle Abwehrzellen in die Lage versetzt, Viren und infizierte Zellen erkennen und attackieren zu können. Durch das Zusammenspiel dieser Bestandteile unserer Immunabwehr, Antikörper und Immunzellen, werden die Erreger bekämpft.


Dies passiert, ohne dass eine Erkrankung ausbricht, weil bei der Impfung niemals krankheitsauslösende, funktionsfähige Viren zum Einsatz kommen, sondern nur Teile davon, die nicht krank machen.   

3. Mögliche Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen bewegen sich in einem von den Experten erwarteten Rahmen. Zu den Nebenwirkungen der beiden Vakzine von Biontech und Moderna gibt es eine Untersuchung, die in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit folgende Beschwerden nennt: Schmerz und Schwellungen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopf- und Muskelschmerzen, Fieber, Gelenkschmerzen und Schwindel. Diese kommen bei beiden vorgeschriebenen Impfungen etwa mit gleicher Häufigkeit vor [1].


Für den Wirkstoff von AstraZeneca werden vorwiegend Schmerzen an der Injektionsstelle, leichte bis mäßige Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schüttelfrost, Fieber, Unwohlsein und Muskelschmerzen angegeben, die bei der zweiten Gabe meist als weniger stark beschrieben werden. 

Quelle:


1 Gee J, Marquez P, Su J, Calvert GM, Liu R, Myers T, Nair N, Martin S, Clark T, Markowitz L, Lindsey N, Zhang B, Licata C, Jazwa A, Sotir M, Shimabukuro T. First Month of COVID-19 Vaccine Safety Monitoring - United States, December 14, 2020-January 13, 2021. MMWR Morb Mortal Wkly Rep. 2021 Feb 26;70(8):283-288. doi: 10.15585/mmwr.mm7008e3.





4. Sind Geimpfte noch ansteckend?

Diese Frage lässt sich momentan nicht mit Gewissheit beantworten. Die bisherigen Untersuchungen hatten vor allem die Wirksamkeit und die Sicherheit der Impfstoffe im Blick. Erst seit kurzer Zeit beschäftigt man sich mit der Frage, ob Geimpfte sich trotzdem anstecken und das Virus weitergeben können. Dies könnte bedeuten, dass sie zwar nicht daran erkranken, weil die Immunabwehr durch die Impfung auf die Viren vorbereitet ist und sie bekämpfen kann. Dennoch bestünde die Möglichkeit, dass Viren durch infizierte Geimpfte über die Atemwege wie bisher übertragen werden und andere Personen anstecken. Weil man das (noch) nicht vollständig ausschließen kann, muss man davon ausgehen, dass auch Geimpfte bis auf Weiteres die Vorsichtsmaßnahmen weiter befolgen müssen – in diesem Fall weniger zum eigenen Schutz als zum Schutz anderer. 


Seitens der Wissenschaft gibt es allerdings zwei Annahmen, wonach die Gefahr der Weiterverbreitung nach einer Impfung vermindert sein könnte: 


Einerseits dürfte bei geimpften Menschen die Menge an Viren nach einer Ansteckung – die sogenannte Viruslast – niedriger sein als bei Nicht-Geimpften, weil sie durch eine ertüchtigte Immunabwehr schnell vermindert wird. Weil die Gefahr der Ansteckung immer auch von der Menge der übertragbaren Erreger abhängt, wäre dieses Risiko vermutlich reduziert, und es käme dadurch zu weniger Ansteckungen. Erste Forschungsergebnisse aus Israel, das seine Impfkampagne bereits abgeschlossen hat, deuten in diese Richtung [1].


Zum anderen wird sich mit dem Voranschreiten der Impfkampagnen die Zahl der Menschen verringern, bei denen eine Ansteckung gravierende Folgen in Form einer schweren Erkrankung hat. Auch erste Erhebungen, die beim Vakzin von AstraZeneca in Großbritannien durchgeführt wurden, deuten an, dass die Ansteckungsgefahr durch Geimpfte tatsächlich vermindert ist [2]. Dennoch bleibt Vorsicht das oberste Gebot.

Quellen:


1 Levine-Tiefenbrun et al. (Feb 8, 2021). Decreased SARS-CoV-2 Viral Load Following Vaccination. Pre-print downloaded Feb 9 from ttps://doi.org/10.1101/2021.02.06.21251283

2 Voysey M, Costa Clemens SA, Madhi SA, Weckx LY, Folegatti PM, Aley PK, Angus B, Baillie VL, Barnabas SL, Bhorat QE, Bibi S, Briner C, Cicconi P, Clutterbuck EA, Collins AM, Cutland CL, Darton TC, Dheda K, Dold C, Duncan CJA, Emary KRW, Ewer KJ, Flaxman A, Fairlie L, Faust SN, Feng S, Ferreira DM, Finn A, Galiza E, Goodman AL, Green CM, Green CA, Greenland M, Hill C, Hill HC, Hirsch I, Izu A, Jenkin D, Joe CCD, Kerridge S, Koen A, Kwatra G, Lazarus R, Libri V, Lillie PJ, Marchevsky NG, Marshall RP, Mendes AVA, Milan EP, Minassian AM, McGregor A, Mujadidi YF, Nana A, Padayachee SD, Phillips DJ, Pittella A, Plested E, Pollock KM, Ramasamy MN, Ritchie AJ, Robinson H, Schwarzbold AV, Smith A, Song R, Snape MD, Sprinz E, Sutherland RK, Thomson EC, Török ME, Toshner M, Turner DPJ, Vekemans J, Villafana TL, White T, Williams CJ, Douglas AD, Hill AVS, Lambe T, Gilbert SC, Pollard AJ; Oxford COVID Vaccine Trial Group. Single-dose administration and the influence of the timing of the booster dose on immunogenicity and efficacy of ChAdOx1 nCoV-19 (AZD1222) vaccine: a pooled analysis of four randomised trials. Lancet. 2021 Mar 6;397(10277):881-891. doi: 10.1016/S0140-6736(21)00432-3.





5. Wie lange schützt die Impfung?

Auch dazu ist die Erkenntnislage nicht umfangreich, auch deshalb, weil wir es erst ungefähr ein Jahr mit dieser Pandemie zu tun haben. Aus Untersuchungen bei Patienten, die eine Corona-Infektion durchgemacht haben und genesen sind, weiß man, dass sie einen Immunschutz aufgebaut haben, der etwa sechs bis acht Monate anhält. Daher empfiehlt das Robert-Koch-Institut bei diesem Patientenkreis eine Impfung etwa ein halbes Jahr nach ihrer Infektion. Möglicherweise genügt in diesen Fällen eine einzelne Impfung, um den bereits bestehenden Schutz aufzufrischen. Eine entsprechende Erhebung konnte zeigen, dass der Impfschutz bei Genesenen mit nur einer Impfung sogar stärker war als bei nicht-infizierten Patienten, die die regulären beiden Impfungen erhalten hatten [1].


Zur Dauer des Impfschutzes laufen derzeit Untersuchungen. Sie sind noch nicht abgeschlossen, aber erste Hinweise deuten darauf hin, dass die Schutzreaktion für mindestens acht Monate nachweisbar ist. 
 

Der Entwickler Biontech wird seine Testgruppen noch weitere zwei Jahre beobachten. Andere Impfstoffentwickler werden das ähnlich handhaben. Derzeit hofft man, dass der Schutz mindestens diese zwei Jahre anhält, vielleicht auch deutlich länger.


Auch wenn man davon ausgeht, dass lebenslanger Schutz voraussichtlich nicht gewährleistet werden kann, halten es einige Wissenschaftler für möglich, dass es zukünftig eine regelmäßige Impfung ähnlich wie bei der Grippe geben könnte. Gesicherte Forschungsergebnisse dazu stehen allerdings noch aus. 

Quellen:


1 Levine-Tiefenbrun et al. (Feb 8, 2021). Decreased SARS-CoV-2 Viral Load Following Vaccination. Pre-print downloaded Feb 9 from ttps://doi.org/10.1101/2021.02.06.21251283

2 Voysey M, Costa Clemens SA, Madhi SA, Weckx LY, Folegatti PM, Aley PK, Angus B, Baillie VL, Barnabas SL, Bhorat QE, Bibi S, Briner C, Cicconi P, Clutterbuck EA, Collins AM, Cutland CL, Darton TC, Dheda K, Dold C, Duncan CJA, Emary KRW, Ewer KJ, Flaxman A, Fairlie L, Faust SN, Feng S, Ferreira DM, Finn A, Galiza E, Goodman AL, Green CM, Green CA, Greenland M, Hill C, Hill HC, Hirsch I, Izu A, Jenkin D, Joe CCD, Kerridge S, Koen A, Kwatra G, Lazarus R, Libri V, Lillie PJ, Marchevsky NG, Marshall RP, Mendes AVA, Milan EP, Minassian AM, McGregor A, Mujadidi YF, Nana A, Padayachee SD, Phillips DJ, Pittella A, Plested E, Pollock KM, Ramasamy MN, Ritchie AJ, Robinson H, Schwarzbold AV, Smith A, Song R, Snape MD, Sprinz E, Sutherland RK, Thomson EC, Török ME, Toshner M, Turner DPJ, Vekemans J, Villafana TL, White T, Williams CJ, Douglas AD, Hill AVS, Lambe T, Gilbert SC, Pollard AJ; Oxford COVID Vaccine Trial Group. Single-dose administration and the influence of the timing of the booster dose on immunogenicity and efficacy of ChAdOx1 nCoV-19 (AZD1222) vaccine: a pooled analysis of four randomised trials. Lancet. 2021 Mar 6;397(10277):881-891. doi: 10.1016/S0140-6736(21)00432-3.





6. Missverständnisse bei der Wirksamkeit

Hier scheint es einen großen Aufklärungsbedarf zu geben, vor allem dann, wenn der Begriff der Wirksamkeit in Prozent ausgedrückt wird. Es kommt nämlich auf die Bezugsgröße an. Ist diese nicht genannt, entsteht Verwirrung. 


Eine Wirksamkeit von 70 Prozent bedeutet nicht, dass von zehn Geimpften drei erkranken. Bei dieser Angabe handelt es sich um eine sogenannte „relative Risikoverminderung“, die sich auf die Zahl der Erkrankten bezieht. Es ist keine „absolute Verminderung“, die sich auf alle Geimpften bezieht. 


Eine Wirksamkeit von 95%, wie sie für die RNA-Impfstoffe berichtet wurde, bedeutet demnach Folgendes: Betrachten wir zwei Gruppen von je 100.000 Menschen. Eine davon bekommt den Impfstoff, die andere ein wirkungsloses Präparat, ein sogenanntes Placebo. Nach einer festgelegten Zeit, beispielsweise drei Monate, ermitteln wir die Zahl der Erkrankten. Aus bisherigen Erfahrungen ist bekannt, dass sich in der Placebo-Gruppe in diesem Zeitraum sehr wahrscheinlich etwa 1%, also 1000 Menschen, infiziert hätten. 99% wären demnach immer noch gesund. Bei einer Wirksamkeit von 95% hätten sich in der Impfgruppe in diesem Zeitraum lediglich 50 Personen infiziert, der Anteil der Gesunden läge somit bei 99,95% [1].


In Kenntnis dieser Zusammenhänge erscheinen die Angaben zur Wirksamkeit der Vakzine in einem völlig neuen Licht, und auch 70 oder 80 Prozent stehen für ein hochwirksames Präparat. 


Um die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe einschätzen zu können, hilft ein Vergleich mit der Statistik zur Grippe-Schutzimpfung, die jährlich durchgeführt wird: In der Altersgruppe zwischen 16 und 65 Jahren und einer Grippe-Saison mit eher geringer Verbreitung des Grippevirus wird die Wirksamkeit der Impfung mit ungefähr 50 % angegeben. Das bedeutet aber nicht, dass die Hälfte der Geimpften einen Schutz genießt. Es ist vielmehr so: Von 100 Menschen ohne Impfung erkranken in einem solchen Grippejahr zwei Personen tatsächlich. In der Gruppe der Geimpften ist es hingegen nur eine Person, die krank wird. Daher die „relative Risikoverminderung“ um 50 Prozent. Rechnet man nun diese Zahlen auf die Gesamtbevölkerung hoch, so ergibt sich eine erhebliche Schutzwirkung. Rein rechnerisch verhindert die Grippeimpfung in einem solchen, nicht übermäßig gefährlichen Grippejahr demnach die Hälfte von etwa 1,5 Millionen Erkrankungen und damit sehr wahrscheinlich Tausende von Todesfällen.

Quellen:


1 Levine-Tiefenbrun et al. (Feb 8, 2021). Decreased SARS-CoV-2 Viral Load Following Vaccination. Pre-print downloaded Feb 9 from ttps://doi.org/10.1101/2021.02.06.21251283

2 Voysey M, Costa Clemens SA, Madhi SA, Weckx LY, Folegatti PM, Aley PK, Angus B, Baillie VL, Barnabas SL, Bhorat QE, Bibi S, Briner C, Cicconi P, Clutterbuck EA, Collins AM, Cutland CL, Darton TC, Dheda K, Dold C, Duncan CJA, Emary KRW, Ewer KJ, Flaxman A, Fairlie L, Faust SN, Feng S, Ferreira DM, Finn A, Galiza E, Goodman AL, Green CM, Green CA, Greenland M, Hill C, Hill HC, Hirsch I, Izu A, Jenkin D, Joe CCD, Kerridge S, Koen A, Kwatra G, Lazarus R, Libri V, Lillie PJ, Marchevsky NG, Marshall RP, Mendes AVA, Milan EP, Minassian AM, McGregor A, Mujadidi YF, Nana A, Padayachee SD, Phillips DJ, Pittella A, Plested E, Pollock KM, Ramasamy MN, Ritchie AJ, Robinson H, Schwarzbold AV, Smith A, Song R, Snape MD, Sprinz E, Sutherland RK, Thomson EC, Török ME, Toshner M, Turner DPJ, Vekemans J, Villafana TL, White T, Williams CJ, Douglas AD, Hill AVS, Lambe T, Gilbert SC, Pollard AJ; Oxford COVID Vaccine Trial Group. Single-dose administration and the influence of the timing of the booster dose on immunogenicity and efficacy of ChAdOx1 nCoV-19 (AZD1222) vaccine: a pooled analysis of four randomised trials. Lancet. 2021 Mar 6;397(10277):881-891. doi: 10.1016/S0140-6736(21)00432-3.





7. Perspektive

Mit der Entwicklung von hoch wirksamen Impfstoffen gegen das Corona-Virus hat sich der Blick auf die Pandemie geändert. Dort, wo die Impfung großer Bevölkerungsteile schon weit vorangeschritten ist (Israel, Großbritannien, USA), zeigen sich erste Wirkungen und erlauben eine vorsichtige Wiederaufnahme des gesellschaftlichen Lebens. Werden die Impfkampagnen in den anderen Ländern im geplanten Umfang zügig durchgeführt, könnte sich die Situation im Sommer entspannen. Ob der dann erreichte Impfschutz ausreicht, das Virus dauerhaft einzudämmen, ist bislang nicht klar. Möglicherweise wird nach dem Ende der Pandemie eine regelmäßige Schutzimpfung für die Bevölkerung nötig, um beständige Sicherheit zu gewährleisten.