Erkrankt

Wer an dem neuen Corona-Virus erkrankt ist, spürt meistens nur Husten, Halsschmerzen oder leichtes Fieber, bis die Krankheit wieder vorüber ist.

Wer Husten, Halsschmerzen oder Fieber hat und weiß, dass er mit jemandem zusammen war, der das Corona-Virus hatte, soll seinen Hausarzt oder die 116 117 anrufen.

Wer Fieber und gleichzeitig Atembeschwerden hat, soll unbedingt einen Hausarzt oder die 116 117 anrufen und besprechen, was als nächstes zu tun ist. Die Ärzte haben eine Vorgabe, nach der sie eine Behandlung empfehlen werden.

 

Alle weiteren Informationen zur Krankheit sind hier zu finden:

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Erste Anzeichen

Die ersten Anzeichen sind zum Beispiel ein Kratzen im Hals, Schmerzen beim Schlucken. Patienten berichteten auch, dass sie schlechter riechen können und das Essen nicht wie gewohnt schmecken. Diese Beschwerden sind eine Folge der Entzündung, die das Virus in der Schleimhaut von Mund, Nase und Rachen verursacht. Starke Kopfschmerzen können wie bei einer Grippe auftreten.

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„Ich fühle mich krank.“

Ist es eine Erkältung

oder COVID-19?

Mehr als 8 von 10 Menschen, die das neue Corona-Virus haben, spüren keine körperliche Veränderung oder haben nur leichte Beschwerden (wie zum Beispiel Husten).

Viele Menschen möchten auch bei einem Husten wissen, ob sie das neue Corona-Virus haben. Da ein Test fälschlicherweise negativ sein kann (also kein Virus nachgewiesen wird, obwohl man sich angesteckt hat), bekommt man jedoch nicht gleich eine sichere Diagnose. Deshalb sollte man die Wohnung nicht verlassen, auch wenn die Beschwerden nur leicht sind.

Auch bei leichten Beschwerden ist es richtig, spätestens am zweiten Tag nach Beginn der Beschwerden mit dem Hausarzt oder der 116 117 zu telefonieren. Auf diesem Wege erhalten Sie den für Sie richtigen medizinischen Rat. Grundsätzlich sind körperliche Schonung und viel trinken wie bei einer grippalen Erkrankung wichtig. Nur so kann das Immunsystem mit voller Kraft gegen die Krankheit arbeiten. 

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Es wird schlimmer

In wenigen Fällen werden die Beschwerden schlimmer. Fieber tritt auf, das Atmen tut weh und fühlt sich an, als würde man einen schweren Stein auf der Brust haben, der Husten wird stärker und man fühlt sich richtig krank. Sollten Sie noch nicht mit Ihrem Hausarzt oder der 116 117 telefoniert haben, ist es jetzt unbedingt nötig. Sollten Sie vorher schon telefoniert haben, müssen Sie erneut anrufen. Sagen Sie jetzt, dass es Ihnen schlechter geht.

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Was passiert

im Körper?

Wenn ein Mensch sich mit dem neuen Corona-Virus ansteckt, wird die eigene Abwehr (Immunsystem) angeregt. Wie das abläuft, wurde bei einer Patientin untersucht. Sie hatte eine mittelschwere Erkrankung:

 

Die 47-jährige Frau klagte über Halsschmerzen, trockenen Husten, Brustschmerzen bei der Atmung und Fieber. Die medizinische Untersuchung ergab, dass sie schnell atmete, eine Körpertemperatur von 38,5°C, 120 Herzschläge pro Minute (normal sind 60-70) und einen leicht erhöhten Blutdruck hatte. In der Klinik wurde erstmals das Virus nachgewiesen (mittels Rachenabstrich). Am 6. Tag wurden Viren im Hustenschleim und im Stuhl nachgewiesen. Am 7. Tag konnte im Rachen kein Virus mehr nachgewiesen werden – das Immunsystem hatte die Infektion unter Kontrolle. Die Patientin wurde ohne Sauerstoff, ohne starke Medikamente wieder gesund.

In den Blutuntersuchungen fand man ab dem 7. Tag verstärkt Abwehrzellen, die gegen das Virus kämpfen. Dabei wird das Virus direkt angegriffen. Aber auch ganze Körperzellen werden zerstört, in denen sich das Virus befindet.

 

Quelle: 

Thevarajan, I., Nguyen, T.H.O., Koutsakos, M. et al. Breadth of concomitant immune responses prior to patient recovery: a case report of non-severe COVID-19. Nat Med (2020). 

https://doi.org/10.1038/s41591-020-0819-2

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Medizin

Was dem Immunsystem hilft, hilft auch gegen die Erkrankung. Der Körper braucht Ruhe, um seine ganze Kraft gegen die Erkrankung aufbringen zu können. Auch das Trinken ist wichtig, da die Immunzellen im Körper über Flüssigkeit verteilt werden müssen. Dies funktioniert schlechter, wenn man zu wenig Wasser zur Verfügung hat. Außerdem werden Giftstoffe über Körperflüssigkeit wegtransportiert.

Bei Patienten, die in der Klinik versorgt werden müssen, geben die Ärzte Medikamente, die die Lunge unterstützen. Bei Schwerkranken muss mit einer Maschine beatmet werden. Hierbei wird mit Druck Sauerstoff in die Lunge gebracht, weil die stark entzündete und auch verklebte Lunge ohne zusätzlichen Druck nicht mehr genug lebenswichtigen Sauerstoff aufnehmen kann.

Leider weiß man bis jetzt von keinem Medikament, ob es direkt gegen das Virus wirkt. Man untersucht, ob beispielsweise Malariamittel oder Ebolamittel helfen, wieder gesund zu werden.

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Nicht alle werden

wieder gesund

Wenn der Körper gegen die Erkrankung kämpft, braucht er dafür alle Organe. Wenn ein Organ nicht richtig funktioniert, wird der Kampf schwieriger. Wenn beispielsweise das Herz nicht schneller arbeiten kann, steigt der Druck in der Lunge an und es wird noch weniger Sauerstoff aufgenommen. Daran kann man sterben. Aber auch die Niere und die Leber sind besonders wichtig, wenn man krank ist. Der Abtransport von Giftstoffen und die Verarbeitung von Nahrung werden durch diese Organe geregelt. Ohne Energie kann auch das Immunsystem nicht arbeiten.

Es gibt in letzter Zeit Berichte über Verstorbene, die jung waren. In diesen Fällen ist nicht bekannt, ob sie Krankheiten hatten. Es handelt sich hierbei um relativ wenige Menschen im Verhältnis zu der großen Anzahl Menschen, die sich angesteckt haben. Warum auch sie nicht mehr gesund geworden sind, weiß man heute noch nicht.

Literatur

Aufgrund der rapiden Entwicklung der Pandemie und damit auch der raschen Zunahme an medizinischen Beobachtungen und Erkenntnissen verzichten wir weitgehend auf Zitate. Wir verweisen auf zentrale Informationsquellen, die dieser Seite zugrunde liegen:

© ZIES Gesellschaft für Gesundheitsprävention mbH

Stand: 15. August 2020