Informationen zum neuen Corona-Virus

WAS SIE JETZT WISSEN SOLLTEN

Das Virus

Das neue Corona-Virus hat sich in kürzester Zeit in Deutschland verbreitet. In dieser Ausnahmesituation stellen sich viele Fragen: Was ist das neue Corona-Virus? Wie kann ich mich und andere schützen? Was passiert, wenn ich mich infiziert habe? Worauf muss ich im Alltag achten und welche Rechte habe ich?

Diese laufend aktualisierte Seite führt die wichtigsten Informationen für Sie zusammen. Verständlich, fundiert und sofort umsetzbar. Damit Sie gesund durch die Krise kommen.

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Was ist ein Virus?


Viren sind für unser Auge unsichtbar. Wenn sie in unseren Körper gelangen, werden sie dort von Zellen aufgenommen. Sie bringen diese Zellen dazu, viele neue Viren herzustellen und diese dann freizusetzen. So vergrößert sich die Zahl der Viren in einem Betroffenen ungeheuer schnell. In der Folge kann sich eine ernste Erkrankung entwickeln.

Beispiele für krankmachende Viren sind das Grippevirus, das Masernvirus oder die Schnupfenviren. Die Bekämpfung von Viren ist meist schwierig, weil es für viele von ihnen keine geeigneten Medikamente gibt und unsere körpereigene Abwehr die Ansteckung selbständig bewältigen muss. Darum ist eine Ansteckung mit Viren eine besondere Herausforderung.




Was ist das Corona-Virus?


Das neue Virus gehört zur bekannten Gruppe der Corona-Viren. Einige unter ihnen können für längere Zeit in bestimmten Tierarten vorkommen und irgendwann, manchmal sogar zufällig, auf den Menschen übertragen werden. Dort können sie dann eine bis dahin unbekannte Krankheit auslösen.

Das passierte vermutlich auch mit dem Virus, welches die gegenwärtige Ansteckungswelle ausgelöst hat.




Was macht das neue Corona-Virus?


Das neue Corona-Virus kann bei einem Menschen eine schwere Lungenentzündung verursachen. Diese Erkrankung bekam den Namen „COVID-19“ (vom englischen Begriff „Corona Virus Disease 2019“). Bei den meisten Betroffenen führt es jedoch nur zu einer Halsentzündung.

Corona-Viren werden von Mensch zu Mensch vor allem durch so genannte Tröpfchen-Infektion übertragen. Das bedeutet, man steckt sich an, wenn ein Betroffener in unmittelbarer Nähe niest oder hustet und man die dabei entstehenden Tröpfchen einatmet. Eine andere Möglichkeit ist, dass Tröpfchen von der Hand in Nase oder Mund geraten. Solche Übertragungen müssen verhindert werden.

Die Gefahr einer Ansteckung durch Postsendungen oder Waren ist sehr gering. Zwar sind die Viren auf Oberflächen für eine gewisse Zeit nachweisbar, aber eine Ansteckung durch Berühren von Oberflächen ist bislang nicht bekannt.

Bitte beachten Sie des Weiteren auch unten stehenden Infokasten mit neuesten Informationen zum Übertragsungsweg durch Aerosole.




Welche Testverfahren gibt es?


Es gibt zwei Möglichkeiten: man kann das Virus nachweisen oder man untersucht, ob sich jemand in der Vergangenheit angesteckt hat.

1. Das Virus nachweisen gelingt, indem man Speichel, Hustenschleim oder Stuhlgang im Labor untersuchen lässt.

2. Um zu wissen, ob sich ein Mensch in der Vergangenheit angesteckt hat, kann man im Blut Hinweise finden, die sogenannten Antikörper. Allerdings sind die im Moment für das neue Corona-Virus verfügbaren Tests noch nicht ausreichend geprüft worden. Das bedeutet, dass es sein kann, dass diese Tests bei manchen Personen fälschlicherweise eine Ansteckung anzeigen, obwohl sich die Person in Wahrheit gar nicht angesteckt hatte.





Stichwort Aerosole: 

Die unterschätzte Gefahr

Das Corona-Virus verbreitet sich erfahrungsgemäß in Innenräumen stärker als beispielsweise beim Aufenthalt draußen an der frischen Luft oder beim Spazierengehen. Woran liegt das?


Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass Corona-Viren nicht nur über die allgemein bekannte Tröpfcheninfektion zwischen den Menschen übertragen werden. Vielmehr stellen auch sogenannte Aerosole einen wichtigen Ansteckungsweg dar. Aerosole sind fein verteilte Gemische aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen in einem Gas. In diesem Fall ist das Gas die menschliche Atemluft. Stammt diese Atemluft von einem Infizierten, kann davon eine bedeutende Ansteckungsgefahr ausgehen. Der Grund: Während Tröpfchen, die beim Niesen oder Husten freigesetzt werden, nach kurzer Zeit durch ihr Gewicht zu Boden fallen, verweilen die wesentlich leichteren Aerosole hingegen lange Zeit schwebend in der Luft. Sie halten sich unter Umständen (Windstille, „stehende“ Luft) über mehrere Minuten dort, wo sie mit dem Atem abgegeben wurden, nämlich in Kopfhöhe. Da man das nicht wahrnehmen kann, bilden sie eine Gefahr für Menschen, die solche unsichtbaren Aerosole kurz darauf einatmen. Und diese Gefahr ist in Innenräumen besonders groß, weil sich dort die Luft viel weniger bewegt als draußen.


Deshalb ist es umso wichtiger, nicht nur die Abstandsregeln (mindestens 1,5 Meter) einzuhalten, sondern darüber hinaus einen Mund-Nasen-Schutz („Maske“) zu benutzen. Dieser kann zwar keine vollständige Sicherheit gewährleisten, hilft aber dabei, die Ansteckungsgefahr zu verringern. Ist jemand nämlich unwissentlich angesteckt, gelangen die Viren in der Atemluft zumindest nicht mehr völlig ungehindert in die Umgebung - wenn alle Maske tragen. 

© ZIES Gesellschaft für Gesundheitsprävention mbH

Stand: 15. August 2020